Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen



AKH-Kammerfenster 6 - 2019 vom 07.08.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir begrüßen Sie herzlich mit dem sechsten Newsletter in diesem Jahr.  

Zukunftsweisende Quartiersentwicklung tut not!
Der Zuzug in die Städte hält unvermindert an, jeder Quadratmeter ist heiß umkämpft: Städtische Grünfläche oder Wohnbebauung? Kinderspielplatz oder Verkehrsfläche? Schrebergärten oder Gewerbe? Die Debatten um mögliche Nutzungskonflikte erhitzen die Gemüter. Gleichzeitig haben wir in den letzten Wochen die Folgen des Klimawandels in den überhitzten Innenstädten am eigenen Leib erfahren dürfen: Die Temperaturen erreichen auch nachts noch tropische Werte. Das Stadtgrün kann dem Trockenheitsstress nicht mehr standhalten. Starkregenereignisse führen regelmäßig zu sintflutartigen Überschwemmungen. Wie kann eine zukunftsfähige Quartiersentwicklung unter diesen Umständen gelingen? Wie können städtebauliche, verkehrsplanerische und freiraumplanerische Aspekte so zusammengeführt werden, dass nachhaltige, energieautarke, sichere, ruhige, sozial durchmischte und zugleich bezahlbare Quartiere von hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität entstehen? Dieser Frage stellen sich die Referenten beim >2. Hessischen Landschaftsarchitekten- und Stadtplanertag am 22. August in Offenbach mit Fachbeiträgen und Best-Practice-Beispielen zur Innen- und Außenentwicklung in unterschiedlichen Siedlungstypologien. Erst der interdisziplinäre Ansatz verspricht Lösungen, die Städte und Quartiere auch mittel- und langfristig lebenswert machen. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!

Ihre


Brigitte Holz



Berufspolitik aktuell

Freie Berufe sind bestandsfester als die übrige Wirtschaft
Von 100 Freiberuflern, die im Jahr 2010 den ersten sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter eingestellt haben, sind fünf Jahre später noch 81,7 am Markt. Bei der restlichen Wirtschaft sind es 75,3, im gewerblichen Dienstleistungsbereich 76,8 Prozent. Diese und weitere Werte entstammen der BFB-Broschüre "Überlebensdauer von Freiberufler-Unternehmen". Bestätigt werden sie in der Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn "Überlebenswahrscheinlichkeit von Freiberufler-Unternehmen". Danach sind deutlich mehr als die Hälfte der freiberuflichen Gründer mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach fünf Jahren noch am Markt. Das ist ein Vorsprung von zehn Prozentpunkten auf die Gründungen in der Gesamtwirtschaft. Beide Broschüren können bei der BFB-Geschäftsstelle bestellt werden, solange der Vorrat reicht.
Quelle: BFB, Freiberufler-Ticker vom 21.06.2019
> Zum Download-Angebot

Recht

Neue FAQs berücksichtigen erste Urteile zur HOAI nach EuGH-Entscheidung
Erste Urteile zur HOAI nach dem EuGH-Entscheid liegen vor. Die FAQs der BAK zu den Auswirkungen des EuGH-Urteils wurden entsprechend aktualisiert. Im Hinblick auf die neueste Rechtsprechung überarbeitet wurden die Fragen
  • Tritt die Verbindlichkeit der HOAI-Mindest- und -Höchstsätze nach dem EuGH-Urteil sofort außer Kraft oder gilt sie noch solange die HOAI in ihrer jetzigen Fassung fortbesteht?
  • Was passiert mit einem vor der EuGH-Entscheidung abgeschlossenen Vertrag, bei dem [schriftlich] ein Honorar unterhalb der Mindest- oder oberhalb der Höchstsätze vereinbart wurde?
  • Was sollte ich bei zukünftigen Honorarvereinbarungen beachten?
Neu eingefügt wurde die Frage „Was passiert mit einem vor der EuGH-Entscheidung abgeschlossenen Vertrag, bei dem mündlich oder formunwirksam ein Honorar innerhalb oder außerhalb der Mindest- und Höchstsätze vereinbart wurde?“ 

Fortbildungen + Veranstaltungen

DGNB-Grundlagenwissen Nachhaltiges Bauen
22. und 23. August 2019, im Haus der Architekten in Wiesbaden
Nachhaltiges Bauen gewinnt weiter an Bedeutung. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem viel strapazierten Schlagwort? Antworten auf diese Frage gibt das 2-tägige Seminar DGNB Grundlagenwissen. Es vermittelt fundiertes Wissen darüber, welche Aspekte für das nachhaltige Planen und Bauen von Bedeutung sind und wie entsprechende Nachhaltigkeitsziele adressiert werden können.
Relevanz - Räume prägen. Deutscher Architektentag
Am 27. September 2019 trifft sich der Berufsstand im Berliner Congress Centrum (BCC) am Alexanderplatz. Wie beeinflussen sich Urbanität und Demokratie? Wie können wir Städte verdichten, den ländlichen Raum stärken, Lebensqualität schaffen? Welche Verantwortung tragen wir als Gestalter? Und was ist gute Planung eigentlich wert? Je mehr Teilnehmer beim DAT sind, desto besser für den Berufsstand. Denn das Motto lautet: Flagge zeigen!
Lehrgang: Barrierefreies Planen und Bauen
Der 9-tägige Zertifikats-Lehrgang mit vier Blöcken à zwei Tagen startet am 13. September 2019. Die Abschlussprüfung findet am 6. Dezember statt. In den Lehrgang eingebunden sind praktische Übungen, Impulsvorträge und ein Simulationstraining zur Sensibilisierung für sensorische und kognitive Einschränkungen. Hinzu kommen Ein- und Ausblick auf die Technische Assistenz für Menschen mit Behinderung (Ambient Assisted Living) und der Besuch einer themenbezogenen  Ausstellung.

Und sonst?

neuer mensch, neue wohnung
Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum DAM in Frankfurt zeigt noch bis zum 18. August, warum die Stadt in den 1920er Jahren zur Hochburg der Moderne wurde. In dem beispielhaften Wohnungs- und Städtebauprogramm unter dem Motto "Neues Frankfurt", das das Frankfurter Hochbauamt zwischen 1925 und 1933 unter Baustadtrat Ernst May realisierte, lassen sich auch Bezüge zur aktuellen angespannten Wohnungssituation in Frankfurt erkennen.
> Lesen Sie weiter


Zur Fortbildungsübersicht Verbände / Wahlgruppen Zur Architektensuche